Hörverlust

Was versteht man unter einem Hörverlust? Wie lange dauert ein Hörverlust? Was kann ich tun gegen einen Hörverlust? Der Name Hörverlust bedeutet grundsätzlich «verlieren des Hörens». Dieser Begriff wird heute häufig falsch verwendet und mit «Schwerhörigkeit» gleichgestellt. Diese fehlerhafte Begriffbenutzung findet bereits beim Fachmann wie dem Ohrenarzt oder dem Hörakustiker statt. Diese sprechen von sogenannten «Hörverlustgraden».

1. Hörverlust nicht gleich Schwerhörigkeit oder doch?

Dieses Thema könnten wir jetzt kurz und knapp beenden mit dem Beschluss, dass «Hörverlust» gleich «Taub» bedeutet. Denn entweder verliere ich meinen Schlüsselbund oder ich verliere ihn nicht. Ein wenig verlieren geht nicht. Doch so einfach können wir es uns nicht machen, da uns die Fachmänner hier ein Ei gelegt haben. Diese sprechen nämlich heute von sogenannten Hörverlustgraden und meinen somit den Schwerhörigkeitsgrad. In einem Audiogramm wird bis 20 Dezibel (dB) von gut hörend, oder Toleranz-Bereich gesprochen. Werte unter dieser Schwelle werden als Hörverluste klassifiziert.
Ein Hörverlust wird heute je nach Literatur in folgende Grade eingeteilt:

  • 20 bis 40 dB = leichter Hörverlust
  • 40 bis 60 dB = mittlerer Hörverlust 
  • 60 bis 80 dB = starker Hörverlust
  • > 80 dB  bedeutet einen resthörigen Hörverlust

Beginnt jemand ab 80/90 dB (dezibel hearing level) zu hören, so ist diese Person so ist diese Person Resthörig. Denn dann sagt eine gut hörende Person im Hörtest, oder jemand mit einem herkömmlichen Hörverlust «stopp nun wird es für mich zu laut».Versteht eine Person nur noch einzelne Frequenzbereiche und dies bei Lutstärken von über 100 dB, so ist dies ein an Taubheit grenzenden Hörverlust. Ein Hörgerät mit einem Ultra-Power Lautsprecher bringt einen maximalen Ausgang von 145-150dB ans Ohr. Dies ist gleichbedeutend eines Geweh-Knalls. Wäre die Leistung eines Hörgerätes noch höher, so würde innert Kürze das Restgehör komplett zerstört. Hilft ein Hörgerät wegen der hohen Leistung nicht mehr weiter, so kommt unter Umständen ein Cochlear-Implantat in Frage

2. Hörverlust vorbeugen oder mit Pech vererbt erhalten

Man führt ja heute bereits bei Babys kurz nach der Geburt einen Hörtest durch. Denn hier kann z.B. eine Fehlbildung (Dysplasie) der Hörknöchelchen stattfinden. Im Alltag gilt es Lärm zu vermeiden. Denn Lärm macht nicht nur krank, Lärm schadet auch dem Gehör. Dies immer in Abhängigkeit von Lautstärke, also Druck und der Länge welcher ich diesem Lärm ausgesetzt bin. Es gilt; ein Knalltrauma und unser Gehirn vergisst nie, so wie ein Sonnenbrand. Bedeutet ein explodierender Ballon an einer Party unmittelbar neben dem Ohr schadet bereits und hinterlässt Spuren. Die SUVA (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt) erlässt heute strenge Richtlinien über den Umgang im Alltag mit Lärm und setzt stark auf Prävention und Aufklärung mit Gehörschützen. Der Hörverlust vorbeugen, so lange es geht. Dies weil Folgeschäden meist viel Geld kosten. Pech hat derjenige, welcher ein schlechtes Gehör vererbt bekommt. Hier kann man nicht viel machen und muss damit leben.

3. Hörverlust über Hörtest messen und mittels Hörgerät behandeln

Um seinen Hörverlustgrad zu prüfen, kann man beim Hörakustiker einen gratis Hörtest (Audiometrie) durchführen lassen. Ist dieser positiv so hat man Gewissheit. Es wird empfohlen, bei Ungewissheit einen Test durchzuführen. Ab 50 Jahren sollte man alle 5 Jahre einmal einen Hörtest machen. Im Falle eines relevanten Hörverlustes gilt es ein Hörgerät oder auch Hörsystem unverbindlich zu testen. Viele sprechen vom Problem an Sitzungen zu verstehen, unternehmen jedoch nichts dagegen. Lassen sich vielleicht von Aussen noch beeinflussen anstelle einfach einmal reinzuhören. Auch wenn nur ein leichter "Hörverlust" besteht, gibt es Patienten welche subjektiv einen Mehrwert aus dem rgerät ziehen. Andere meinen, es nütze noch zu wenig. Wichtig zu wissen, sich beim Testen nicht unter Druck setzen zu lassen und ausgiebig testen. Jeder Kunde entscheidet selber wann der richtige Zeitpunkt ist.