Die Rückkopplungsunterdrückung ist auch oft unter dem Namen Feedback-Manager bekannt. Sie sorgt im Hörgerät dafür, dass kein lästiges Pfeifen entsteht.  

1. Wie entsteht eine Rückkopplung?

Wird ein Signal von einem Hörsystem verstärkt und durch den Hörer abgestrahlt, so kann es vorkommen, dass ein Teil des ausgesandten Signals wieder am Mikrofon des Hörsystems ankommt. Wird dieses Signal dann noch einmal verstärkt, kann es zu einem Pfeifen in manchen Frequenzen kommen, in denen die Verstärkung zu hoch ist.  

2. Rückkopplungsunterdrückung durch Absenkung der Verstärkung

Wird am Hörsystem ein Rückkopplungspfeiffen festgestellt, so kann die Verstärkung in den Frequenzen, die für das Pfeifen verantwortlich sind abgesenkt werden. Dies kann entweder durch den Akustiker dauerhaft so eingestellt werden Oder es wird von der Technik selbst nur dann eingestellt, wenn es von Nöten ist.

3. Rückkopplungsunterdrückung durch Notch - Filter

Der Notch-Filter wird bei vorhandenem Rückkopplungspfeifen gesetzt und senkt die Verstärkung in den typischen rückkopplungsanfälligen Frequenzen ab.

4. Rückkopplungsunterdrückung durch Gegensignal

Wird am Hörsystem festgestellt, dass eine Rückkopplung vorhanden ist, sendet es ein Signal ab, welches phasenverschoben zum Pfeifen ist. Dieses phasenverschobene Gegensignal löscht dann das Pfeifen aus.

5. Rückkopplungsunterdrückung durch "Wasserzeichen"

Manche Geräte versehen jedes von ihnen verstärkte Signal mit einem Wasserzeichen. Kommt nun dieses bereits verstärkte Signal wieder am Mikrofon des Hörgerätes an, so erkennt das System das Wasserzeichen und verhindert eine erneute Verstärkung und somit das Pfeifen.  

Quelle: https://www.audisana.ch/lexikon/rueckkopplungs-unterdrueckung