In Ear Monitoring

Sind In Ear Monitoring nur für Musiker? Wo erhalte ich ein massgefertigtes In Ear Monitoring? Wie teuer ist ein In-Ear-Monitoring? In Ears sind massgefertigte Kopfhörer für Musikliebhaber und professionelle Musiker Einsätze.

1. In Ear Monitoring sind maßgefertigten Kopfhörer

In Ear Monitoring (IEM's) sind massgefertigte Kopfhörer welche individuell auf des Musikliebhabers Ohr angepasst wurde. Ein Hörakustiker nimmt dabei einen Ohrabdruck mittels Silikonmasse vom Kunden, ähnlich wie der Zahnarzt von den Zähnen. Dieses «Positiv» liest er nun mittels 3-D Scanner in eine Datei ein und sendet diese an sein Otoplastik-Labor. In diesem wiederum wird der Abdruck anhand einer 3-D CAD-Software bearbeitet und die Schale am 3-D Drucker ausgedruckt. Danach werden Komponenten wie Treiber (Schallwandler oder rudimentär Lautsprecher) eingebaut. Fertig sind die individuell angepassten In Ears.

2. Was ist Monitoring?

Das Monitoring beschreibt die Beschallung von Bühnen-Musikern. Besonders bei live Auftritten ist das Monitoring essentiell, da die Künstler sonst Probleme haben ihre eigenen Vokale und die Musik aus der Anlage zu hören. Die Beschallung erfolgt konventionell durch auf der Bühne angebrachten Lautsprecher-Boxen, die in Richtung der Musiker aufgestellt sind. Diese Boxen sollen eventuelle Rückkopplungen in der Akustik vermindern, welche auftreten, wenn das Mikrofon das entsendete Signal wieder aufnimmt.

3. Vorteile des In Ear Monitoring

In Ear Monitoring bietet hinsichtlich der Beschallung der Bühnenperformer mit Musik im Vergleich zu Lautsprechern bedeutende Vorteile. Dabei handelt es sich um den Einsatz von Ohrhörern, welche das Audiosignal über Funk direkt in das Ohr übermitteln. Mithilfe der Plug-In-Kopfhörer kann der Künstler die eigene Stimme und den Sound klarer hören und wird von Geräuschen seitens des Publikums nicht gestört. Ausserdem kann der Künstler die Lautstärke nach persönlichen Wünschen anpassen und hört in seinem Ohr einen gleichbleibenden, konstanten Sound dank der gut isolierten Plug-Ins. Auch treten im Gegensatz zu den sperrigen Lautsprecher-Boxen keine Rückkopplungseffekte auf. Der Schutz der Ohren vor zu lauten Geräuschpegeln stellt ein weiteres Plus dar. Erwähnenswert ist zudem die Umgehung von logistischem Aufwand, der durch den Transport und den Aufbau von herkömmlichen Lautsprechern entstehen würde. Die Boxen beeinträchtigen dazu oft das Bühnenbild sowie den Bewegungsraum auf der Bühne. Ein Nachteil ist, dass die Geräusche von den Zuschauern ausgeblendet werden und einer optimalen live Stimmung für die Musiker auf der Bühne im Weg stehen.

4. In Ear Monitoring Systeme funktionieren wie eine Lautsprecherbox

Im Prinzip funktionieren In Ear Monitoring Systeme wie eine Lautsprecherbox. Ein einfacher "iphone" Kopfhörer hat einen Lautsprecher eingebaut wie ein einfacher Radiowecker. Dies ist dann ein «1-Wege-System». Dieser eine Lautsprecher muss dann so viele Frequenzen (Töne) von der Musik darstellen wie möglich, so dass derjenige welche die Musik hört auch eine möglichst klare Musik erkennt. Jetzt ist dies in dieser kompakten Bauform gar nicht so einfach, denn als Faustformel gilt in diesen Baugrössen; ich kann entweder viele Frequenzen leise abbilden, oder wenige Frequenzen lauter. Da ein gut hörender Mensch jedoch Frequenzen zwischen 20 bis 20'000 Hertz (Hz) hört, ist dies gar nicht so einfach. Und nun wissen wir dass bei besseren Boxen noch "Hochtöner" Lautsprecher eingebaut sind... Und nun kommt das In-Ear-Monitoring ins Spiel.

5. In Ear Monitoring als 2-Wege-, 3-Wege, 4-Wege System

Menschen mit einem guten Musikgehör kaufen sich eine Stereoanlage mit Qualität. So dass diese Basstöne und Hochtöne möglichst klar und wahrheitsgetreu am Ohr ankommen. Einige erwarten Selbes von Ihren Kopfhörern. In Ear Monitoring Systeme gibt es mit verschiedenen Komponenten und Philosophien. Ein 2-Wege-System bedeutet nichts anderes, als dass im IEM zwei Treiber (Lautsprecher) eingebaut sind. Ein Treiber für die Basstöne und der andere Treiber für die Hochtöne. Baut man jetzt noch einen Treiber für die mittleren Töne ein, so hat man ein 3-Wege-System. Viele Hersteller beschränken sich auf maximal 4-Wege-Systeme, jedoch ist dort noch lange nicht Schluss. Per se ist ein 3-Wege-System nicht immer besser als ein 2-Wege-System. Die verbauten Treiber (Hörer, Balanced Armature Drivers) sind teilweise unterschiedlich und jeder hat einen eigenen «Charakter». Der Treiber ist die Einheit selbst welche den Klang erzeugt, also z.B. eine Lautsprecher-Membran. Es gibt In-Ears welche z.B. eine zusätzliche Membran in einen Hörer (BA) eingebaut haben. Dies ist nun der Geschmack eines jeden Einzelnen, welches System und welche Charakteristik zu seinem persönlichen Geschmack passt.

6. In Ears wurden ursprünglich für die Bühne entwickelt

Zu Beginn gab es keine In Ears sondern spezielle Lautspercher auf der Bühne welche zu den Musikern hinzu gerichtet waren. Über diese sogenannten Stageboxen  oder Monitoring-Boxen hörten diese nun Ihre eigene Musik vor den kreischenden Fans. Da nun früher ein Sänger auf der Bühne je nach Position zwischen seinem Mikrofon und den Stageboxen eine «Rückkopplung» auslösten, baute man quasi diese Monitoring-Boxen in ihre Ohren der Musiker ein und dichtete diese ab. Somit hörten diese Ihre Bandkollegen oder Ihr eigenes Musikinstrument trotz Lärm und konnten dennoch singen, ganz ohne Rückkopplung.

7. IEMs wirken gegen Rückkopplung

IEMs wurden aus dem Zweck heraus entwickelt einer Rückkopplung vorzubeugen. Eine Rückkopplung ist das lästige laute Pfeifen welches man heute z.T. noch an Konzerten hört und sich alle blitzartig die Ohren zuhalten. So ähnlich wie wenn jemand mit den Fingernägeln über ein Glas fährt, dies lässt einem die Häärchen aufstellen. Diese Rückkopplung entsteht wenn ein Ton welcher bereits einmal über das Mikrofon und den nachfolgenden Verstärker den Weg aus der Boxe hinaus wiederum in das Mikrofo findet und danach quasi in einer endlos Schlaufe immer und immer wieder verstärkt wird.

8. In Ears Anwendungen 

In Ears sind nicht nur für die professionelle Anwendung am Konzert. Auch für «normale» Musikgeniesser lohnt sich die Anschaffung für einen 

  • Musikgeniesser und -liebhaber
  • Profimusiker
  • Audiophilen
  • Tontechniker
  • DJ’s
  • Chillern
  • Dauerflieger
  • U-Bahnschläfer
  • Smartphonejunkies
  • iPod-Daueruser
  • Marathonläufer
  • Fitnessfreaks
  • Sportler
  • Moderatoren

9. In-Ear-Monitorings nicht nur für Musiker - «custom made» for all

Da man die In-Ear-Monitorings häufig bei Musikern auf der Bühne sieht, denken viele gar nicht an die Möglichkeit für ein persönliches «custom made» In-Ear-Monitoring. Dabei gibt es Einsteigermodelle bereits in einem Preissegment ab CHF 329.-. und Profimodelle ab CHF 594,.-. Und die Qualität des Klangs ist brilliant.

10. In Ears beim Hörakustiker anpassen lassen

Lassen Sie sich in einem audisana Hörcenter bei einer professionellen In-Ear-Monitoring Beratung informieren. Das geschulte Personal um die dipl. Hörakustiker beraten Sie kompetent und fachmännisch und helfen Ihnen die gewünschten In Ears auszusuchen. Die Auflistung von Fachgeschäften in Ihrer Nähe finden Sie über unserere Spezialisten-Suche.

Quelle: https://www.audisana.ch/blog/in-ear-monitoring